MPI für Radioastronomie<p>Vor drei Wochen berichtete die Fachzeitschrift Nature <span class="h-card" translate="no"><a href="https://sciencemastodon.com/@nature" class="u-url mention" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">@<span>nature</span></a></span> über die Entdeckung des energiereichsten jemals beobachteten <a href="https://astrodon.social/tags/Neutrinos" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Neutrinos</span></a>. Seine Energie ist 16.000 Mal größer als die stärksten <a href="https://astrodon.social/tags/Teilchenkollisionen" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Teilchenkollisionen</span></a> des Large Hadron Colliders und entspricht dem 30-fachen der Energie, die zum Drücken einer Computertaste nötig ist.</p><p>Das Neutrino wurde in einem <a href="https://astrodon.social/tags/Unterwasserobservatorium" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Unterwasserobservatorium</span></a> im Mittelmeer entdeckt, eines von insgesamt drei Neutrino-Detektoren im Wasser – zwei im Mittelmeer und einer am Baikalsee. Am geografischen Südpol gibt es den Neutrino-Detektor <a href="https://astrodon.social/tags/IceCube" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>IceCube</span></a> unter dem Eis. Weitere Detektoren existieren unterirdisch in China, Italien und Japan.</p><p>Alle diese Detektoren befinden sich nicht auf der Erdoberfläche, da die Erde selbst wie ein <a href="https://astrodon.social/tags/Teleskop" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Teleskop</span></a> für Neutrinos wirkt. Neutrinos sind extrem leichte, elektrisch neutrale <a href="https://astrodon.social/tags/Teilchen" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Teilchen</span></a>, die kaum mit Materie wechselwirken und durch die Erde hindurchgehen. Bei Kollisionen mit Atomkernen entstehen geladene Teilchen, die schneller als Licht in Wasser oder Eis bewegen und dabei blaues Licht erzeugen, das erfasst wird.</p><p>Wasser und Eis sind ideale Medien, um Neutrinos nachzuweisen, da sie große Volumen bieten, um diese Teilchen zu entdecken und gleichzeitig kosmische Strahlung und Störungen abzuschirmen. IceCube nutzt sogar 1 Kubikkilometer Eis.</p><p>Neutrinos sind die zweithäufigsten Teilchen im <a href="https://astrodon.social/tags/Universum" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Universum</span></a>, nach Photonen, aber schwer zu verstehen, da sie so wenig mit Materie interagieren. Interessanterweise interagieren auch dunkle Materie und dunkle Energie, die 95 % des Universums ausmachen, kaum mit normaler Materie, während die restlichen 5 % aus Elementen wie <a href="https://astrodon.social/tags/Wasserstoff" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Wasserstoff</span></a> und <a href="https://astrodon.social/tags/Helium" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Helium</span></a> bestehen, wovon nur 0,5 % sichtbare <a href="https://astrodon.social/tags/Materie" class="mention hashtag" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">#<span>Materie</span></a> (wie Sterne) sind.</p>